Einstieg in die Welt des gebündelten Wissens – ein kurzer Slidecast zu systematischen Übersichtsarbeiten

Alleine in der Neurologie gibt es beinahe 900 wissenschaftliche Zeitschriften, die laufend Wirksamkeitsstudien veröffentlichen. Bei dieser verwirrenden Flut an Publikationen ist es schier unmöglich, etwa für KlinikerInnen und Personen in Leitliniengremien, auf dem aktuellen Stand des Wissens zu bleiben. Gleichzeitig sind diese Personen im beruflichen Alltag gefordert, stets das beste verfügbar Wissen für ihre Entscheidungen und Empfehlungen zu nutzen.

Hier bieten systematische Übersichtsarbeiten (systematic literature reviews) Abhilfe. Diese Publikationsform basiert auf umfangreichen und systematischen Recherchen, die versuchen alle Studien zu einer Fragestellung zu finden. Weiterer wesentlicher Bestandteil: eine kritische, aber knappe Beurteilung der gesamten Evidenz. Dieses gebündelte Wissen hilft, einen objektiven Überblick über die aktuelle Studienlage zu konkreten Fragestellungen zu erhalten.

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3.3 Sind die Behandlungen in Ihrem Umfeld umsetzbar?

Die Ergebnisse sind zweifelsohne der wichtigste Teil einer Forschungsarbeit über medizinische Therapien. Im günstigsten Fall zeigen sie schlüssig, welche von zwei verglichenen Behandlungen das bessere Ergebnisse für die Studienteilnehmer erbrachte. Nur: Gilt das auch für Ihre Situation?

Dies ist der 33. Beitrag aus einer Blogserie zu „Schlüsselkonzepten zur besseren Bewertung von Aussagen zu Behandlungen“, die im Rahmen des Projektes Informed Health Choices erarbeitet wurden. Jeder der insgesamt 36 Blogbeiträge befasst sich mit einem Schlüsselkonzept, das dabei hilft, Aussagen zu Wirkungen von Behandlungen besser verstehen und einordnen zu können.

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Wenn die Unterhose klingelt

Wenn bei älteren Kindern regelmäßig das Bett nachts nass wird, ist das oftmals für die ganze Familie eine Belastung. Nicht nur das nächtliche Bettdeckenwechseln und das viele Waschen stellt einen zusätzlichen Aufwand dar, sondern auch die Frage nach der Ursache kann Sorge bereiten. Eine Therapiemöglichkeit sind elektrische Wecksysteme, auch als Klingelhosen oder Klingelmatten bekannt. Ein kürzlich aktualisierter Cochrane Review hat die Wirksamkeit dieser Behandlungsmethode untersucht.

Eigentlich war Lena mit ihren sieben Jahren schon lange aus dem Alter raus, wo mal was daneben geht. Ausgerechnet im Winterurlaub in einer Ferienwohnung passierte dann das „Malheur“: Mitten in der Nacht wachte die Tochter eines Kollegen in einer erstaunlich großen Pfütze auf der Matratze auf. Und auch zurück zuhause gab es in den folgenden Wochen immer wieder nächtliche Zwischenfälle. Die Siebenjährige schien das ganze weniger zu bekümmern als ihre Eltern, die sich das Problem nicht so richtig erklären konnten. Ein Arztbesuch blieb ohne Befund. Es half auch nicht wirklich, ihr abends weniger zu trinken zu geben oder nachts aufzustehen, um sie im Halbschlaf auf die Toilette zu setzen.

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