ADHS Medikamente: Methylphenidat als Symptom-Hemmer?

Der Arzneistoff Methylphenidat, der hinter Markennamen wie Ritalin steckt, kann Symptome wie Hyperaktivität, Impulsivität und Konzentrationsstörungen bei Kindern und Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) verringern. Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen oder Schlafstörungen sind jedoch leider keine Seltenheit. Bisher waren langfristige Risiken und der Nutzen des Wirkstoffes relativ unklar. Ein neuer Cochrane Review hat sich nun genau diesem Thema angenommen.

Methylphenidat ist der Wirkstoff, welcher bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS am häufigsten verschrieben wird. Jedoch machte schon ein in 2016 veröffentlichter Beitrag auf ‘Wissen Was Wirkt‘ deutlich, dass die Risiken und der Nutzen des ADHS-Medikamentes unklar sind, vor allem langfristig: „Methylphenidat hilft zwar, die Hauptsymptome, also Hyperaktivität und Konzentrationsstörungen zu verringern, doch wie groß der Nutzen des Medikaments langfristig tatsächlich ist, kann nicht gesagt werden“, so das Fazit des Beitrags, welches sich auf einen Cochrane Review aus dem Jahr 2015 bezog. Weiterlesen

ADHS-Medikamente – Risiken und Nutzen sind unklar

Kinder sitzen nicht gern still und haben einen stärkeren Bewegungsdrang als Erwachsene. Beginnt das Kind jedoch an seiner Hyperaktivität zu leiden und ist es in der Schule stark unkonzentriert, könnte ein Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) vorliegen. Von Fachärzten werden betroffenen Kindern Medikamente verschrieben, die die Substanz Methylphenidat (z.B. Markenname „Ritalin“) enthalten. Doch hält der Wirkstoff tatsächlich, was Ärzte versprechen und Eltern erhoffen?

Es klingt einfach und plausibel. Der kleine Zappelphilipp nimmt auf Rezept des Facharztes für Psychiatrie täglich eine Tablette ein und damit sind Schulprobleme und Konzentrationsstörungen Geschichte. Weiterlesen