Tuberkulose – tödliche Bakterien (Teil 1)

Bereits im Jahr 1993 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Tuberkulose-Epidemie zum globalen Gesundheitsnotstand erklärt [1]. Trotz beachtlicher Fortschritte im Kampf gegen Tuberkulose stellt diese weltweit nach wie vor die am häufigsten zum Tode führende bakterielle Infektionskrankheit dar. Immer noch sterben Jahr für Jahr rund 1,5 Millionen Menschen daran [2].

Tuberkulose, im Volksmund auch Schwindsucht genannt, ist weltweit verbreitet und zählt neben AIDS und Malaria zu den häufigsten Infektionskrankheiten [3]. Zwar konnten nach Schätzungen der WHO – dank verbesserter präventiver aber auch therapeutischer Möglichkeiten – in den Jahren 2000 bis 2017 rund 54 Millionen Todesfälle infolge von Tuberkulose verhindert werden [3]. Dennoch fordert keine andere bakterielle Infektionskrankheit jährlich so viele Menschenleben [2].

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Antibiotika bei Kaiserschnitt: besser vorher als hinterher

Im Jahr 2015 kam fast jedes dritte Kind in Deutschland, Österreich und der Schweiz per Kaiserschnitt zur Welt. Doch das Infektionsrisiko beim Kaiserschnitt ist wesentlich höher als bei natürlichen Geburten. Ist der vorbeugende Einsatz von Antibiotika sinnvoll?

Kaiserschnitt – eine Operation mit Risiken

Der Kaiserschnitt (auch Sectio genannt) gilt als Routineoperation: Das Neugeborene wird nicht vaginal geboren, sondern meist nach einem sogenannten Pfannenstiel-Schnitt im Unterbauch der Mutter entbunden. Wie bei jeder Operation besteht immer ein gewisses Risiko einer Infektion. Verglichen mit der vaginalen Geburt, steigt das Risiko einer Infektion für die Mutter bei einer Kaiserschnittentbindung um das Fünffache. In der Tat, stelle eine Kaiserschnittentbindung den stärksten Risikofaktor für Infektionen nach der Geburt dar. Weiterlesen

Von Kängurus abgeschaut – Hautkontakt für Leichtgewichte

Bei Kängurus hat es die Evolution so eingerichtet: Die Jungen kommen unterentwickelt zur Welt, doch Mutters Beutel und vier Zitzen darin sichern ihr Überleben. Ob diese „Känguru-Methode“ bei Menschen auch  funktioniert, hat ein Cochrane-Review untersucht.

Bis zu 20 Prozent aller Neugeborenen kommen – vor allem in einkommensschwachen Ländern – mit geringem Geburtsgewicht unter 2.500 Gramm zur Welt. Weiterlesen