Cochrane Reviews informieren 90% der WHO Leitlinien

WHO Leitlinien dienen weltweit als Entscheidungshilfen in der gesundheitlichen Versorgung und tragen damit zu guten gesundheitspolitischen Entscheidungen und optimaler Therapie und mehr Sicherheit im klinischen Alltag bei. In viele dieser Leitlinien fließt Evidenz aus systematischen Reviews von Cochrane ein.

Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist „Gesundheit für alle“. Dies hat die WHO in ihrer gleichnamigen Strategie festgehalten und in kleinere, konkrete Schritte eingeteilt. Dazu gehören beispielsweise die Reduktion von verschiedenen Krankheiten, eine gesunde Umwelt oder adäquate Gesundheitsversorgung. Weiterlesen

Greifen nationale Maßnahmen gegen zu hohen Salzkonsum?

In nahezu allen Ländern essen die meisten Menschen zu viel Salz. Ein zu hoher Salzkonsum ist ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere für Schlaganfall. Die moderate Senkung der Salzzufuhr wäre ein wichtiger Beitrag zur Prävention von Bluthochdruck und seiner Folgekrankheiten.

Wenn wir angesehenen Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) glauben, sind 5 bis 6 Gramm Salz am Tag genug. Weiterlesen

Vorräte des Schlangen-Gegengifts FAV-Afrique aufgebraucht – was jetzt?

Schlangenbisse sind in tropischen Gebieten eine häufige Todesursache, gehören aber trotzdem zu den vernachlässigten tropischen Krankheiten. Bis Mitte diesen Jahres gab es das wichtigste Gegengift gegen Schlangenbisse in den afrikanischen Staaten südlich der Sahara noch: Das von der französischen Pharmafirma Sanofi produzierte FAV-Afrique. Dieses Antiserum ist eins der wenigen Produkte, das die Bisse der zehn gefährlichsten Schlangen südlich der Sahara behandeln kann.

FAV-Afrique ist bezüglich Sicherheit und Wirksamkeit von guter Qualität und rettete schon oft Leben oder bewahrte Menschen vor Verstümmelungen. Weiterlesen

Noch ein Scheibchen Wurst

So langsam legt sich die Aufregung um die WHO-IARC*-Meldung, wonach verarbeitete Fleischprodukte Krebs auslösen. Zeit sich zu fragen, was von dieser Diskussion hängen bleiben wird.

Erst noch einmal zu den Fakten: Grundsätzlich hat WHO-IARC nichts Falsches kommuniziert, die Risikosteigerung für Darmkrebs ist wohl gegeben. Wie die Evidenz dazu ausschaut, wird hier auf medizin-transparent.at (http://www.medizin-transparent.at/fleisch) ausführlich dargestellt.

Die Reaktionen auf die Meldung des WHO-IARC reichten vom typischen medialen Alarmismus bis hin zu politischen Absurditäten Weiterlesen

Aus Mangel an Beweisen – was tun mit widersprüchlicher Evidenz?

Widersprüchliche Evidenz begegnet uns in den meisten Forschungsgebieten. Hypothesen werden aufgestellt und wieder verworfen oder durch neue Hypothesen ersetzt. Leider betreffen unterschiedliche oder gegensätzliche Schlussfolgerungen nicht nur Forscher in ihrem Elfenbeinturm, sondern können, im wahrsten Sinne des Wortes, schwerwiegende Konsequenzen für alle haben.

Theorie trifft Praxis

Fast täglich werden Bürger, Patienten, Ernährungsberater, Ärzte und politische Entscheidungsträger mit neuen Studienergebnissen konfrontiert, die für die eine oder andere Richtung sprechen. Heute so, morgen so. Die daraus entstehende Verwirrung kann leicht in Resignation umschlagen. Man weiß nicht mehr, was man glauben soll, oder was richtig ist. Ein Beispiel: Bezüglich der Zuckeraufnahme durch Softdrinks, gibt es (mindestens) zwei Aussagen. Hier die vereinfachte Version: Softdrinks machen dick (Am J Clin Nutr. 2014 Jul;100(1):65-79) und Softdrinks machen nicht dick (BMJ 2013;346:e7492). Weiterlesen