3.1 Sind die gemessenen Endpunkte für Sie bedeutsam?

Wie wir mittlerweile wissen, sollten wir beim Lesen einer klinischen Studie eine Reihe von Aspekten beachten. Zu diesen gehört auch die genaue Betrachtung der in der Studie verwendeten Endpunkte. Genau davon handelt dieser Beitrag.

Dies ist der 31. Beitrag aus einer Blogserie zu „Schlüsselkonzepten zur besseren Bewertung von Aussagen zu Behandlungen“, die im Rahmen des Projektes Informed Health Choices erarbeitet wurden. Jeder der insgesamt 36 Blogbeiträge befasst sich mit einem Schlüsselkonzept, das dabei hilft, Aussagen zu Wirkungen von Behandlungen besser verstehen und einordnen zu können.

Wir wissen, dass wir beim Lesen einer klinischen Studie den Einleitungs- und den Hintergrundteil genau betrachten und die Hauptziele sowie die angewandte Methodik im Blick haben sollen. Wenn wir ganz „unternehmenslustig“ sind, können wir sogar so weit gehen, die statistischen Methoden, die die Autoren angewandt haben, laut auszusprechen. Was wir damit erreichen ist jedoch oft nicht das, was wir eigentlich wollen: Es ist nur ein Aufschieben unseres instinktiven Verlangens, die Antwort, die wir suchen, direkt zu finden. Natürlich verlangt die gute Praxis einen Blick auf die Studiendetails, aber tief im Inneren wollen wir wirklich nur die Antwort auf unsere Fragen, wie zum Beispiel diese:

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2.18 Verwechseln Sie nicht „keine Evidenz für einen Unterschied“ mit „Evidenz für keinen Unterschied“

Ein systematischer Review zu Behandlungen zielt normalerweise darauf ab, die folgende Frage zu beantworten: Was ist die Wirkung von Behandlung A im Vergleich zu Behandlung B? Doch auch ein systematischer Review kann diese Frage nicht immer beantworten.

Dies ist der 30. Beitrag aus einer Blogserie zu „Schlüsselkonzepten zur besseren Bewertung von Aussagen zu Behandlungen“, die im Rahmen des Projektes Informed Health Choices erarbeitet wurden. Jeder der insgesamt 36 Blogbeiträge befasst sich mit einem Schlüsselkonzept, das dabei hilft, Aussagen zu Wirkungen von Behandlungen besser verstehen und einordnen zu können.

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2.17 „Statistische Signifikanz“ sollte nicht mit „Bedeutsamkeit“ verwechselt werden

Wenn wir das Wort „signifikant“ lesen, läuten bei uns in Gedanken die Alarmglocken. Aussagen wie „Hier ist etwas bedeutsames passiert“ oder Synonyme wie „wesentlich“, „bemerkenswert“ und „wichtig“ kommen uns in den Sinn. Leider hat dieses ansonsten unschuldig aussehende Wort in wissenschaftlichen Kreisen zu einer signifikanten Menge an Problemen geführt, da sein Gebrauch (und Missbrauch) in Zusammenhang mit der Interpretation von Ergebnissen das Wort für immer an das Konzept der statistischen Hypothesenprüfung gekoppelt hat.

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Kurzvideos über Grundlagen der Evidenzbasierten Medizin – Teil 3 Randomisierte kontrollierte Studien

Um die Wirksamkeit von einem Medikament oder einer Therapie nachzuweisen, gelten randomisierte kontrollierte Studien – sogenannte RCTs (randomized controlled trials) – als das beste Studiendesign. In unserem dritten Video aus der Reihe „Grundlagen der Evidenzbasierten Medizin“ erklären wir, was RCTs sind, warum sie am besten dazu geeignet sind, um eine Ursache-Wirkungsbeziehung nachzuweisen. Wir stellen auch unterschiedlichen RCT-Designs vor.

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