Tuberkulose – rechtzeitig erkennen und behandeln (Teil 2)

Tuberkulose ist die Infektionskrankheit mit den weltweit meisten Todesopfern. Eine ganze Reihe von Cochrane Reviews hat systematisch untersucht, wie man Tuberkulose am besten eindämmen und wie man akute Tuberkulose behandeln kann. Einige davon stellen wir hier exemplarisch vor.

Tuberkulose bleibt manchmal unentdeckt, Ansteckungen sind aber dennoch möglich.

Das Autorenteam eines Cochrane Reviews aus dem Jahr 2016 wollte wissen, ob Maßnahmen zur Erkennung solcher versteckten Infektionen die Anzahl unerkannter Tuberkulosefälle verringert können [3]. Zu diesem Zweck fasste das Team die Ergebnisse von insgesamt 17 Studien mit 6.458.591 teilnehmenden Personen aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara, Asien oder Südamerika zusammen.

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COVID-19: JETZT den Rauchstopp wagen!

Tabak in jeglicher Form ist schädlich und trägt ursächlich dazu bei, dass jedes Jahr über 8 Millionen Menschen sterben. „Die Jugend schützen!“ lautet das Motto des diesjährigen Weltnichtrauchertages der WHO am 31. Mai. Ziel der Aktion: Kinder und Jugendliche sollen erst gar nicht mit dem Rauchen beginnen und besser vor Passivrauch bewahrt bleiben. Nicht zu rauchen ist gerade in Pandemiezeiten umso wichtiger, da noch unklar ist, inwiefern das Rauchen als Risikofaktor für eine COVID-19-Erkrankung gelten kann. Eine „Special Collection“ der Cochrane Library stellt Behandlungen und Ansätze vor, die den Rauchstopp unterstützen können.

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Aktiv gegen akute Atemwegsinfektionen – kann körperliche Betätigung schützend wirken?

Wer sich regelmäßig sportlich betätigt, hält sich körperlich fit. Aber schützt Bewegung auch vor Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten? Ein aktualisierter Cochrane Review hat sich dieser Frage angenommen und untersucht, ob regelmäßige Bewegung das Auftreten, die Dauer und den Schweregrad von akuten Atemwegsinfektionen reduzieren kann.

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Bewegungsübungen verhindern Stürze bei älteren Menschen – aber gilt dies für alle Übungsarten?

In diesem Blog-Beitrag schreibt Cochrane-Reviewgruppen-Leiterin und Review-Autorin Helen Handoll über neue Evidenz, dass Bewegung Stürze bei älteren Menschen verhindern kann, und was dies für ihre Mutter und andere ältere Menschen wie sie bedeuten könnte.

Für meine Mutter gibt es viele Gelegenheiten zu stürzen. Sie hat mittlerweile auch aufgehört, auf Leitern zu steigen. Ansonsten aber führt sie ein aktives Leben mit der Entschlossenheit, unabhängig zu bleiben und in ihrem eigenen Haus mit einem herrlichem Garten zu leben. Jedes Mal, wenn sie hinfällt, trifft es mich in’s Herz…

Jedes Mal fällt sie an einem anderern Ort und wegen einer anderen Ursache. Es wird außerdem immer schwieriger für sie, wieder auf die Beine zu kommen. Auch das Aufstehen ist problematisch, weswegen das Handy, auf dessen Anschaffung mein Bruder bestanden hat, bereits mehrere Male zum Einsatz kam. Es hat einige spektakuläre Blutergüsse gegeben, aber auch ernsthaftere Verletzungen. Darunter ein Wirbelbruch, der über mehrere Wochen sehr schmerzhaft und einschränkend war. Weiterlesen

Unterschätzt: Selbstmord bei Studierenden

Zum Anlass des jährlichen internationalen Suizidpräventionstag am 10.September möchte auch Wissen Was Wirkt das seit jeher tabuisierte und unterschätzte Thema des Selbstmords in den Vordergrund rücken.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt sich alle 40 Sekunden ein Mensch das Leben. Bei jungen Menschen zwischen 15-29 Jahren ist Selbstmord die zweithäufigste Todesursache. Auch unter Studierenden ist die Prävalenzrate hoch. Ein Cochrane Review von 2014 untersuchte deshalb die Wirkung von Programmen zur Vorbeugung von Selbstmord bei Studierenden. Was kam dabei heraus?

Selbstmord kommt erschreckend häufig vor

Formal versteht man unter Selbstmord eine bewusste, absichtliche Handlung, die das eigene Leben beendet. Weltweit ist bei 1.4 % aller Todesfälle Selbstmord die Ursache, und die Häufigkeit, mit der Menschen zu dieser finalen Handlung greifen, ist auch in Europa erschreckend hoch. So nahmen sich 2015 56.000 Europäer* das Leben, darunter 10.200 Deutsche. In absoluten Zahlen lag Deutschland in dem Jahr an der Spitze, in relativen Zahlen knapp über dem europäischen Durchschnitt mit 12 Selbstmorden pro 100.000 Einwohner. In der Schweiz waren es im selben Jahr 13 und in Österreich 14 pro 100.000 Menschen. In Deutschland rangiert Suizid bei den häufigsten Sterbeursachen an 8. Stelle und ungefähr doppelt so viele Menschen verlieren ihr Leben durch Suizid als durch Verkehrsunfälle. Weiterlesen