Wenn die Unterhose klingelt

Wenn bei älteren Kindern regelmäßig das Bett nachts nass wird, ist das oftmals für die ganze Familie eine Belastung. Nicht nur das nächtliche Bettdeckenwechseln und das viele Waschen stellt einen zusätzlichen Aufwand dar, sondern auch die Frage nach der Ursache kann Sorge bereiten. Eine Therapiemöglichkeit sind elektrische Wecksysteme, auch als Klingelhosen oder Klingelmatten bekannt. Ein kürzlich aktualisierter Cochrane Review hat die Wirksamkeit dieser Behandlungsmethode untersucht.

Eigentlich war Lena mit ihren sieben Jahren schon lange aus dem Alter raus, wo mal was daneben geht. Ausgerechnet im Winterurlaub in einer Ferienwohnung passierte dann das „Malheur“: Mitten in der Nacht wachte die Tochter eines Kollegen in einer erstaunlich großen Pfütze auf der Matratze auf. Und auch zurück zuhause gab es in den folgenden Wochen immer wieder nächtliche Zwischenfälle. Die Siebenjährige schien das ganze weniger zu bekümmern als ihre Eltern, die sich das Problem nicht so richtig erklären konnten. Ein Arztbesuch blieb ohne Befund. Es half auch nicht wirklich, ihr abends weniger zu trinken zu geben oder nachts aufzustehen, um sie im Halbschlaf auf die Toilette zu setzen.

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Masern, Mumps, Röteln und Windpocken – Alles nur ein paar Flecken?

„Zählt eure Kinder, wenn die Masern vorüber sind“, besagt ein altes arabisches Sprichwort. Noch heute sind Masern alles andere als eine harmlose Kinderkrankheit. In seltenen Fällen können sie sogar sehr gefährlich werden. Eine kombinierte Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken (MMRV) kann uns und unsere Kinder davor bewahren. Was sind das für Krankheiten, vor denen diese Impfung schützt? Wie funktioniert die Impfung? Welche Risiken birgt sie? Ein kürzlich aktualisierter Cochrane Review liefert evidenzbasierte Antworten.

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Calciumgabe gegen Bluthochdruck (Präeklampsie) in der Schwangerschaft?

„Ich konnte mich kaum bewegen, da mein Körper so viel Wasser eingelagert hatte (…) das war teilweise unerträglich. Dann hatte ich aufgrund des viel zu hohen Blutdrucks Kopfschmerzen und habe mir um mein Baby große Sorgen gemacht. Ich hatte gehofft, die Geburt noch ein paar Wochen hinauszögern zu können, aber die Chancen standen nicht gut, da es mir schnell schlechter ging. In Woche 34 – seit zwei Wochen wurde ich bereits stationär betreut – wurden die Herztöne schlechter und mein Körper war kurz davor aufzugeben, sodass mein Baby mit Kaiserschnitt geholt werden musste“ (Erfahrungsbericht, Matilda, 30).

In Deutschland erleiden 6 bis 8 von 100 schwangeren Frauen eine Präeklampsie – eine mit Bluthochdruck verbundene Schwangerschaftserkrankung, welche für Mutter und Kind zu den gefährlichsten Schwangerschaftskomplikationen zählt. Präeklampsie kann bei Frauen ab der 20. Schwangerschaftswoche beginnen und führt zu einem erstmalig auftretenden, d.h. schwangerschaftsinduzierten Bluthochdruck (Blutdruckwerte ≥140/90 mmHg). Zudem ist Präeklampsie dadurch gekennzeichnet, dass größere Mengen an Eiweißen über den Urin (>300 Milligramm in 24 Stunden) ausgeschieden werden. Deutliche Symptome, die von werdenden Müttern während einer Präeklampsie erlebt werden, sind: Wassereinlagerungen (Ödeme), Kopfweh, Augenflimmern und Schmerzen im Oberbauch. Weiterlesen

Hilft Beckenbodentraining Frauen mit Urininkontinenz?

Betroffene trauen sich nicht mehr herzhaft zu lachen, fürchten sich vor dem nächsten Niesen, oder schränken körperliche Aktivitäten ein, aus Angst versehentlich Urin zu verlieren. Urininkontinenz ist weit verbreitet aber nach wie vor spricht niemand darüber. Als Maßnahme, um Urininkontinenz zu lindern oder zu heilen, wird häufig die Umsetzung von Beckenbodentraining empfohlen. Ein aktualisierter Cochrane Review untersucht, wie wirksam Beckenbodentraining für Frauen mit Urininkontinenz ist.

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Stillen am Arbeitsplatz – theoretisch möglich. Praktisch auch?

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Müttern, ihre Säuglinge in den ersten 6 Monaten ausschließlich zu stillen. Stillen hat viele Vorteile, sowohl für die Mutter als auch ihr Kind. Doch wie soll das funktionieren, wenn – wie so oft – Mütter heute nach kürzester Zeit wieder zur Arbeit zurückkehren? Ein Cochrane Review widmet sich dieser Frage.

Theoretisch gut…

Viele Mütter kehren kurze Zeit nach der Geburt ihres Kindes wieder zu ihrem Arbeitsplatz zurück. Finanzielle Gründe oder Angst vor Nachteilen in ihrer Karriere spielen bei dieser Entscheidung eine wichtige Rolle. Theoretisch sollte deshalb auch am Arbeitsort das Stillen oder zumindest das Abpumpen der Muttermilch möglich sein. Das wird in verschiedenen Gesetzen und Verordnungen der europäischen Länder geregelt. So wird in den deutschsprachigen Ländern bei einem vollen Arbeitstag beispielsweise bis zu 90 Minuten Stillpause vergütet*. Weiterlesen